Pflege von Holzbrettchen

Mit ein wenig Pflege sind Schneide- oder Servierbrettchen aus Holz langlebige Begleiter und Hingucker in Ihrem Zuhause.


Gerne zeige ich Ihnen, wie Sie Ihre Lieblings-Brettchen ganz einfach säubern und selbst nach ölen können.

Reinigung Holzbrettchen

Tägliche Reinigung

Wie mache ich mein Holzbrettchen richtig sauber?

 

"Nicht in die Spülmaschine!

Abspülen aber nicht ertränken."

Pfege Schneidebrett

Regelmäßge Pflege

Wie öle ich mein Holzbrettchen?

 

"Ganz einfach mit Olivenöl oder dauerhafter mit Leinsamenöl."

Holzbrett in der Küche hygienisch?

Holz in der Küche

Wie hygienisch sind Holzbretter in der Küche?

 

"Holz macht Keimen den Garaus!"



Die obigen Tipps beziehen sich auf die von mir gefertigten Holzschneidebrettchen aus Eichenholz:

 

 

 


Die tägliche Reinigung von Holzschneidebrettern

 

> Bitte geben Sie Ihr Holzbrettchen niemals in die Spülmaschine!

 

Holz nimmt Wasser in seinen Zellen auf und gibt dieses auch wieder frei.

Dabei spielt es keine Rolle, um welche Holzart es sich genau handelt.

Wenn die Holzzellen das Wasser aufnehmen, vergrößern sie sich - sie quellen auf.

 

> Sie können Ihr Brettchen ganz normal mit etwas Spülmittel abspülen. Dazu können Sie Ihren Küchenschwamm oder noch besser, eine Bürste verwenden.

Tauchen Sie Ihr Brettchen jedoch nicht lange (< 1 Minute) in das Wasser und lassen es nicht im Wasser stehen. Befeuchten Sie während der Reinigung stets beide Seiten, damit sich das Brett nicht verzieht.

 

Wenn Holz über mehrere Minuten Kontakt mit Wasser hat, saugt es dieses förmlich auf.

Die nun aufquellenden Holzzellen führen zur Verformung des Brettes.

Nach dem Trocken ziehen sich die Zellen wieder zusammen.

Das Brett nimmt nahezu wieder seine Ausgangsform an.

 

> Trocknen Sie Ihr Brettchen mit einem fusselfreien Tuch ab und stellen es aufrecht, bis es komplett trocken ist. Trocknen Sie es nicht in der prallen Sonne!

 

Durch zu viel Feuchtigkeitsaufnahme werden Bretter krumm.

Und durch zu rasches Trocknen (pralle Sonne) kann das Holz reißen!

 

> Brettchen mit "sägerauen" Oberflächen, lassen sich ebenfalls leicht mit einer Bürste nach dem oben genannten Vorgehen reinigen.


 

 

 

Holzschneidebretter richtig ölen

Auswahl des geeigneten Öles

Öl bewirkt, dass Wasser nicht so schnell vom Holz aufgenommen wird, abfärbende Lebensmittel nicht so schnell Flecken hinterlassen und das Holz einen kräftigen Farbton erhält.

 

In der Küche stehen Oliven-, Raps- oder Leinsamenöl oft griffbereit.

Doch ist Öl nicht gleich Öl, wenn es darum geht, es als Beschichtung für Holzschneidebretter einzusetzen.

 

Was diese Öle voneinander unterscheidet ist vor allem ihr Trocknungsverhalten.

Trocknen bedeutet in diesem Fall nicht verdunsten, sondern vereinfacht gesagt, eine Reaktion mit Sauerstoff, der Oxidation und Verharzung.

 

Grundsätzlich können Sie Oliven-, Raps-, Sonnenblumen- und auch Leinsamenöl zum Einreiben Ihrer Brettchen verwenden, wenn Sie die nachfolgenden Regeln beachten.

Es gibt natürlich auch noch eine Vielzahl von weiteren Ölen, die auf den Schneidebrettern verwendet werden können, doch die hier genannten Öle sind die geläufigsten und einfach zu beschaffen.

 

 

Ölen mit Olivenöl

Olivenöl zählt zu den "nichttrocknenden Ölen".

Das bedeutet es trocknet, bzw. verharzt nicht und bleibt auch nach Wochen als öliger Film auf der Holzoberfläche zurück.

 

Daher ist die Verwendung von Olivenöl nur zu empfehlen, wenn das Brettchen, auf dem es aufgetragen werden soll, sowieso im täglichen Gebrauch ist und dementsprechend täglich abgespült wird. Das tägliche feuchte abwischen vermeidet, dass das Olivenöl ranzig und klebrig wird.

Olivenöl muss daher häufiger, etwa wöchentlich, dünn aufgetragen werden.

 

Das Brettchen darf nicht mehr feucht sein (vom Spülen usw.) bevor Sie mit dem Ölen beginnen.

Geben Sie einen Spritzer Olivenöl in einen trockenen Spülschwamm oder in ein fusselfreies Tuch und reiben Ihr Schneidebrett damit ab. Den Überschuss nehmen Sie mit einem fusselfreien Tuch gründlich ab. Öl, dass "feucht" auf der Holzfläche belassen wird, kann klebrig werden.

 

Mit Küchenpapier dürfen Sie nur tupfen! Beim Reiben kann es passieren, dass sich das Papier auflöst und in sämtlichen Holzfasern hängen bleibt.

 

 

Ölen mit Raps- oder Sonnenblumen Öl

Sonnenblumen- oder Rapsöl gehört zu den "halbtrocknenden Ölen".

Das bedeutet sie trocknen und verharzen zu einem gewissen Teil, jedoch nicht vollständig.

Bevor dieses Öl auf einer Holzoberfläche komplett getrocknet und vom Holz absorbiert worden ist, kann es ranzig und klebrig werden. Darum muss, wie auch schon beim Olivenöl, sämtlicher Überschuss der nach dem Einreiben stehen geblieben ist, gründlich abgewischt werden, bevor es zum Trocknen weggestellt wird.

 

Das Schneidebrett sollte monatlich nachgeölt werden, bei einer regelmäßigen Reinigung durch Spülen.

 

Der Vorgang des Ölens entspricht dem des Olivenöls, wie oben bereits beschrieben.

 

 

Ölen mit Leinsamenöl

Leinsamenöl, auch Leinöl genannt, zählt zu den "trocknenden Ölen".

Es ist bestens für Holzoberflächen geeignet, da es komplett verharzt und somit letztendlich keinen öligen Film zurücklässt. Dazu wird es auf dem Brettchen nicht ranzig und bietet einen guten und vor allem dauerhaften Schutz des Holzbrettchens.

Mit Leinöl behandelte Brettchen sollten etwa 1-2 Mal im Jahr nachgeölt werden. Je nach Beanspruchung. Sobald Sie das Gefühl haben, Ihr Brettchen sieht unansehnlich aus, schenken Sie diesem eine Öl Kur.

 

Leinöl ist ein unbedenkliches, reines Naturprodukt und auch als Lebensmittel bekannt.

 

Zwei Dinge sind jedoch zu beachten!

 

1. Mit Leinöl getränkte Lappen können sich durch Eigenwärme, die beim Oxidationsprozess mit Sauerstoff entsteht, selbstentzünden! Daher sollten Sie nie mit Leinöl getränkte Lappen zusammengeknüllt in den Mülleimer werfen. Befeuchten Sie diese mit Wasser und lassen Sie diese am besten draußen ausgebreitet trocknen. Wenn der Lappen hart ist, können Sie Ihn normal über den Hausmüll entsorgen.

 

2. Verwechseln Sie nicht reines (kaltgepresstes) Leinöl mit einem Leinöl Firnis.

Für Ihre Brettchen sollten Sie nur naturbelassenes Leinöl verwenden. In Leinöl Firnis stecken oft unterschiedlichste Trockenmittel, welche Sie sicher nicht essen, also auch nicht auf Ihrem Schneidebrettchen haben wollen.

Bei den von mir geölten Servier- und Schneidebrettchen verwende ich ausschließlich natürliches kaltgeschlagenes Leinöl.

Schneidebrett Leinöl auftragen

Leinöl tragen Sie am besten mit dem Pinsel oder aber mit einem Küchenschwamm auf. Da Sie diese Prozedur nicht so häufig im Jahr wiederholen müssen, bietet es sich an sofort mehrere Brettchen gleichzeitig zu ölen.

 

Das Brettchen sollte mit etwas Abstand auf der Arbeitsfläche liegen, da das Leinöl etwas Zeit zum Einziehen benötigt. Als Unterlage eignen sich Dreiecksleisten besonders gut. Besteck geht zur Not auch.  Wenn Sie nichts zum darunter legen zur Hand haben, stellen Sie das eingeölte Brettchen einfach hochkant auf.

 

Tragen Sie das Leinöl satt auf und lassen es etwa 5 Minuten einziehen. Sollte die Fläche trocken aussehen, geben Sie noch einmal Öl nach bis das Holz kein Öl mehr aufnimmt. Sie können diesen Vorgang mehrmals wiederholen. Das Öl können Sie auch satt aufgetragen, etwa eine Stunde auf dem Brett belassen, bevor Sie den Überschuss abnehmen.

 

Leinöl für Holz Schneidebrett

Damit es noch tiefer in das Holz einzieht, können Sie das Leinöl auch erwärmen.

Dies geschieht im Wasserbad, damit das Leinöl nicht zu heiß gerät.

60°C bis 80°C genügen. Das Öl ist nun deutlich dünnflüssiger.

 

 

Ölen und Pflegen von Holz Schneidebrett

Nachdem das Holz nun lange genug Zeit hatte, das Öl aufzunehmen, muss sämtlicher Überschuss abgetragen werden. Lassen Sie es jedoch nicht über Nacht auf der Fläche stehen.

 

Jegliches Leinöl, welches nass auf der Holzfläche belassen wird, führt zu klebrigen, runzeligen Stellen.

 

Daher benutzen Sie am besten ein fusselfreies Tuch und reiben die gesamte Fläche und alle Kanten gründlich ab. Im Idealfall bleibt ein leichter Glanz zurück.

Beim Verbleib der Lappen achten Sie bitte auf Regel Nr.1!

 

Fertig! Sie können das Brettchen nun zum Trocknen hochkant wegstellen oder aufhängen.

 

Das Brettchen ist sofort wieder einsatzbereit. Um jedoch komplett durchzutrocknen, also bis das Öl oxidiert und verharzt ist, können jedoch 2-3 Wochen vergehen. Je länger und somit tiefer Sie das Leinöl in das Holz einziehen lassen, desto länger dauert es, bis die gesamte Ölschicht durchgetrocknet ist.

 

Danach ist das Leinöl jedoch absolut trocken, abriebbeständig und keines Falls mehr ölig oder "fettig".

 

 


Bitte beachten Sie, dass ich keine Haftung für Ölflecken in Ihrer Kleidung oder auf Gegenständen sowie für Schäden, die durch das in dieser Anleitung beschriebene Vorgehen entstandenen sind, übernehmen kann.

Diese Anleitungen wurden nach bestem Gewissen erstellt und haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie basieren auf eigenen Erfahrungen und Kenntnissen und sollen Ihnen eine kleine Hilfe im Gebrauch mit Ihren Holzbrettchen sein.

Bei den genannten Holzschneidebrettchen beziehe ich mich grundsätzlich auf die Brettchen, welche durch meine Hände entstanden sind, da ich nur diese Fertigungsqualität als Grundlage nutzen kann.

 

Autor: Dennis Sielenkemper

 



 

 

 

Natürlicher Schutz gegen Keime

Schneidebrett antibakteriell

Holz besitzt einen natürlichen Schutz gegen Keime und Bakterien, die sich in den Ritzen und Schnittstellen einnisten wollen. Dieser Schutz wird unter anderem der Gerbsäure angerechnet.

 

Eiche zählt zu den stark gerbsäurehaltigen Hölzern, so wie auch Nussbaum. Aber auch Kiefer und Lärche wird nach einer Studie zufolge, eine ausgezeichnete antibakterielle Wirkung nachgewiesen.

 

Dazu ein Auszug:

 

"Holzbrett ist hygienischer

Gerbsäure tötet Bakterien ab - auf Plastik vermehren sie sich.

Zwiebeln schneiden, Petersilie hacken, Speck würfeln - Schneidebrettchen bieten stets eine ideale Unterlage. Dabei werden alte Schneidebrettchen aus Holz häufig gegen Plastikbrettchen ausgetauscht. Das Plastikbrett darf im Gegensatz zum Holzbrett in den Geschirrspüler, es erscheint vielen als hygienischer.

Doch dieser Eindruck täuscht. Holz besitzt eine antibakterielle Wirkung, Kunststoff nicht. Wissenschaftler der Biologischen Bundesanstalt in Braunschweig und des Deutschen Instituts für Lebensmitteltechnik bestätigen die antibakterielle Wirkung von heimischen Holzarten wie Kiefer, Fichte, Ahorn oder Buche. Untersuchungsergebnisse zeigten eine rasche Abnahme von Lebensmittelbakterien auf Holz. Die keimtötende Wirkung konnte auch im Holzinneren nachgewiesen werden. Die besten Ergebnisse erzielten Holzoberflächen aus Kiefer. Dabei wirken die im Holz enthaltenen Tannine, die Gerbsäuren, antibakteriell. Die Bakterien, die beim Verarbeiten von Lebensmitteln auf die Oberfläche getragen werden, werden abgetötet.

Und dieser Effekt bleibt auch über lange Zeit erhalten. Während sich in Rillen und Schnittstellen der Kunststoffbretter die Bakterien vermehren können, sorgen frische Schnittstellen auf dem Holzbrett für Hygiene. Es wird immer wieder Gerbsäure freigesetzt. Auch lassen sich Holzbretter leicht reinigen. Man muss sie nur nach dem Gebrauch gründlich mit kaltem Wasser abscheuern und anschließend mit heißem Wasser nachspülen. Plastikbretter dagegen müssen regelmäßig mit einer Ziehklinge abgezogen werden. Trotzdem können in tiefen Ritzen Bakterien überleben. Doch auch wer mit Holzbrettern arbeitet, sollte nicht dasselbe Messer und Schneidebrett für die Fleisch- und Gemüsezubereitung benutzen. Die Salmonellengefahr ist zu groß."

 

Quelle:

[Artikel der Bremer Umwelt Beratung]

Studie der Biologischen Bundesanstalt in Braunschweig und des Deutschen Instituts für Lebensmitteltechnik zum Thema Holzbrettchen.

Stand: 27.04.2012

http://www.bremer-umwelt-beratung.de/umwelttipps-haushalt-und-wohnen-holzbrettchen.html

(abgerufen am 11. Oktober 2016)

 

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Die hier verwendeten Markennamen bekannter Spielzeughersteller sind rechtlich geschützt und dienen nur der Produktbeschreibung.  Bei den von mir handwerklich gefertigten Artikeln handelt es sich nicht um Originalprodukte dieser Marken, sondern um dazu kompatible.